Sensoren können für verschiedenen Anwendungen eingesetzt werden. Wichtig ist sie an den Einsatzzweck anzupassen und die Daten richtig zu interpretieren und für den Anwender passend aufzubereiten.

Solar Gateways
Für den Einsatz an Orten, an denen es weder einen Stromanschluss noch eine Netzwerkverbindung gibt, bieten sich LoRaWAN-Gateways mit autarker Solarversorgung und einer Mobilfunk-Datenanbindung an.
Mehrere eingesetzte Gateways des Kunden fielen im ersten Winter aus.
Messungen ergaben, dass das zum Gateway gelieferte 30 W Solarpanel in norddeutschen Winter das Gerät nicht ausreichend mit Energie versorgen kann. Es zeigt sich auch, dass das optional erhältliche 45 W Panel ebenfalls nicht ausreichend Energie liefern würde.


Entsprechend wurden 100 W Solarpanels eingekauft und elektrisch an die Gateways angepasst.
Außerdem entstand ein Dashboard auf dem der Ladezustand der Gateways jederzeit überwacht werden kann.

Wie berechnet lieferten die neuen Solarpanel auch im lichtschwachen Winter genug Energie, um die Gateways dauerhaft zu versorgen.

Winterdienst Sensor
Das Abstreuen von Straßen während des Winters ist für den Winterdienst der Kommunen mit großem Aufwand verbunden. Der nicht zielgerichtete Einsatz von Streusalz belastet die Umwelt.
Die Winterdienst Sensoren der Firma Decentlab messen die Lufttemperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Oberflächentemperatur der betroffenen Straße. Aus dem berechneten Taupunkt, der absoluten Temperatur der Straßenoberfläche und dem Verhältnis zum Taupunkt wird das Risiko von Glättebildung berechnet.
Der Winterdienst muss sich nur um die Straßen kümmern, bei denen ein Glätterisiko besteht. So wird ein effizienterer Winterdienst und mehr Sicherheit auf den Straßen ermöglicht.
Die Daten werden per LoRaWAN übertragen. Dieses energieeffiziente Netzwerk ermöglicht es, kleine Datenmengen über große Entfernungen zu senden – ganz ohne Stromanschluss oder Mobilfunkverbindung.
Das Ergebnis der Berechnung wird in Ampelfarben kodiert auf einer Karte dargestellt. So kann man sofort erfassen, an welchen Stellen ein Risiko für Glätte besteht. Zusätzlich gibt es zu jedem Standort detaillierte Messwerte.



Klima Messungen
Aufgabe
Der Klimawandel ist nicht zu übersehen.
Sensorik kann zum Klimaschutz beitragen, in dem sie z.B. Verbräuche von Heizungen, Klimaanlagen und Lüftungen steuert. Verkehrsströme können entzerrt werden. Bewässerungen von Bäumen nur dort durchgeführt werden, wo es nötig ist.
Aber auch die Anpassungen an die Folgen des Klimawandels braucht als Basis entsprechende Daten. Wo ist es in unserer Stadt heiß, wo kühler? Wie trocken ist der Boden wirklich?
Lösung
Gerade Temperaturen lassen sich günstig und dadurch engmaschig messen. Durch die Übertragung der Daten per LoRaWAN können Batterie-betriebene Sensoren mit sehr langer Laufzeit zum Einsatz kommen, die ihre Daten trotzdem über längere Distanzen drahtlos übertragen.
Zusätzlich können andere Klimadaten wie Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Regenmenge, Sonneneinstrahlung gemessen werden.



Personenzählung
Aufgabe
Wie verteilen sich die Besucherströme in einem größeren Gebäude? Wie wird die neue Zusammenarbeitszone im Büro angenommen?
Lösung
Um solche Fragen datenschutzkonform zu beantworten, bieten sich Personenzähler an. Sie erfassen z.B. Personen die in einen Bereich hinein gehen und solche, die hinausgehen.
Es werden aber keine Merkmale dieser Personen erfasst.
Auch für den Einsatz in Gebäuden haben LoRaWAN-Sensoren den großen Vorteil, dass sie sehr energieeffizient arbeiten und daher keinen eigenen Stromanschluss benötigen. Aufwändige und teure Verkabelung in Gebäuden entfällt.
